15.04.2026 | Frank Stühler
Erfolg für Anastasiia Khomutovska bei „Jugend forscht“
Beim Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“ hat Goetheschülerin Anastasiia Khomutovska den dritten Platz belegt. Sie untersuchte in ihrem Projekt, ob unterschiedliche Zuckerarten, insbesondere Glucose und Fructose, das Wachstum, die DNA-Stabilität und die Telomerase-Aktivität von Krebszellen beeinflussen.
Die Idee entstand aus zwei Beobachtungen: Erstens steigt in der Gesellschaft das Interesse an „gesünderen“ Zuckeralternativen und zweitens spielt Ernährung eine entscheidende Rolle bei der Behandlung schwerer Erkrankungen, darunter Krebs. Anastasiia Khomutovska machte es sich zur Aufgabe, herausfinden, ob bestimmte Zuckerarten die Entwicklungen von Tumorzellen begünstigen oder sogar schädigen. Dafür forschte sie an der Justus-Liebig-Universität in Gießen unter der Anleitung von Frau Prof. Dr. Hake und stieß in ihrer Untersuchung darauf, dass eine fructosereiche Ernährung keine „gesündere“ Alternative zu Glucose bei der Ernährung von Krebspatienten darstellt, da Fructose die Stabilität des Genoms in Tumorzellen massiv schädigt und aggressive Proliferationsprozesse unterstützt. Zukünftig möchte sie weitere Zuckerarten wie Honig, Stevia oder Xylit einbeziehen, um zu verstehen, welche Rolle natürliche und künstliche Süßungsmittel für Tumorzellen spielen könnten.
„Jugend forscht“ ist einer der bekanntesten deutschen Nachwuchswettbewerbe und hat es sich zum Ziel gesetzt, Jugendliche für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik zu begeistern und Talente zu fördern. Pro Jahr gibt es bundesweit mehr als 120 Wettbewerbe, an denen Jugendliche ab der 4. Klasse bis zum Alter von 21 Jahren teilnehmen können.
