30.04.2026 | Simone Heipel und Ulrike Hoppe
Inklusion und Humor auf der Leinwand: „Un p’tit truc en plus“ bei der Cinéfête 2026
Am 16. März 2026 machten sich alle Französischlernende der Goetheschule auf nach Gie-ßen.
Ihr Ziel war das Kinocenter in der Bahnhofstraße, das – wie schon die Jahre zuvor – die mittlerweile seit über 25 Jahre stattfindende Cinéfête organisiert. Ziel der Cinéfête ist es, einem breiten, jungen Publikum Filme in französischer Originalfassung (mit deutschen Untertiteln) zugänglich zu machen und es für die französische Sprache und Kultur zu sen-sibilisieren. Dieses Jahr stand „Un p‘tit truc en plus“ auf dem Programm.
Zum Inhalt des Films: Paulo und sein Vater Lucien sind Bankräuber, sie haben sich jedoch verschätzt. Als die Flucht nach einem Raubzug aus dem Ruder gerät, schließen sie sich einer Reisegruppe eingeschränkter Männer und Frauen an und geben sich als Betreuer und Schützling aus. Eigentlich müssen sie das Spiel nur einige Tage aufrechterhalten, bis Gras über ihren Raub gewachsen ist, doch sie unterschätzen die Auffassungsgabe ihrer Mitreisenden.
Die Inklusion von behinderten Menschen hat in den letzten Jahren stark zugenommen, zumindest theoretisch. Praktisch sind geistig oder körperlich Behinderte nur selten Teil des Alltags und der gemeinsamen Popkultur. Dass dies auch anders geht, zeigt der Kinohit UN P’TIT TRUC EN PLUS, der in Frankreich fast 11 Millionen BesucherInnen amüsierte. Da-bei werden vor allem seine gehandicapten Figuren weder auf ein Podest gestellt noch zur Seite geschoben, stattdessen einfach so gezeigt, wie sie sind: Ganz normal eben.
Eindrücke der Lernenden:
„Die Cinéfête ist jedes Jahr ein tolles Erlebnis. Man lernt spielerisch eine Sprache, ohne sich besonders anstrengen zu müssen. Filme schauen, und vor allem ins Kino zu gehen, macht den meisten Jugendlichen Spaß und ich finde es sinnvoll, dieses Kinoerlebnis mit dem Lernen zu verknüpfen. Es war eine schöne Erfahrung.“
„Ich fand den Besuch der Cinéfête sehr gut, da es eine andere Art und Weise war, sein Fran-zösisch zu verbessern. Der Film war nicht langweilig und hat ein wichtiges gesellschaftliches Thema aufgegriffen. Durch den Untertitel hatte man die Möglichkeit, Wörter zu verstehen, die man nicht kennt, was dazu beigetragen hat, sein Französisch zu verbessern und neue Wörter zu lernen.“
