27.08.2026 | Frank Stühler

Masterclass „Hadronentherapie“ an der Goetheschule Wetzlar

Als MINT-EC Schule bietet die Goetheschule ihren Schülerinnen und Schülern immer wieder spannende Einblicke in naturwissenschaftliche Phänomene und deren praktische Anwendung. So auch bei der Masterclass „Hadronentherapie“, die am vergangenen Mittwoch an Wetzlars Oberstufengymnasium stattfand. Dabei ging es diesmal um Teilchenstrahlung und deren Nutzen in der modernen Krebstherapie.

19 Schülerinnen und Schüler aus den Leistungskursen Biologie, Chemie und Physik der Q3 sowie vier Schülerinnen aus dem Bio-LK der Q1 erfuhren einen Tag lang Wissenswertes, angefangen bei den physikalischen Hintergründen bis zur klinischen Anwendung der Hadronentherapie.

Als Expertinnen waren Kim Giebenhain von der Justus-Liebig-Universität Gießen und Jessica Stolzenberg von der Technischen Hochschule Mittelhessen zu Gast. Sie vermittelten den Teilnehmenden unter anderem die Grundlagen von Radioaktivität und ionisierender Strahlung, Beschleunigerphysik, dem Energieverlust in Materie sowie unterschiedlicher Strahlungsarten.

In einem anwendungspraktischen Teil erstellten die Schülerinnen und Schüler dann mithilfe der Software matRad selbst Bestrahlungspläne, nachdem sie zuvor Informationen über den typischen Bestrahlungsverlauf und verschiedene Bestrahlungseinrichtungen in Deutschland erhalten hatten.

Die Rückmeldung der Teilnehmenden fiel durchweg positiv aus. So nannte etwa Conner Groos die Vorträge interessant und informativ. Vor allem das Ausprobieren und Experimentieren mit dem Bestrahlungsprogramm habe sehr viel Spaß gemacht. Auch Lotte Schulz fand die Einblicke in die Hadronentherapie sehr interessant und sagte, sie habe viel Neues gelernt.

Patrick Röder, Fachbereichsleiter Naturwissenschaften und Organisator der Masterclass, dankte Kim Giebenhain und Jessica Stolzenberg für ihr Engagement. Er sei außerordentlich froh, dass es dadurch möglich werde, den Goetheschülerinnen und -schülern derartige Angebote zu machen.