15.04.2026 | Frank Stühler
Projekttag der Einführungsphase
Schülerinnen und Schüler erleben abwechslungsreiche Aktivitäten
Golf spielen, Straßburg erleben, das eigene künstlerische Talent beim Malen oder ausprobieren? Aus diesen und vielen weiteren Angeboten konnten die Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase an der Goetheschule beim Projekttag kurz vor den Osterferien auswählen. Aus einer langen Liste mit künstlerischen, sportlichen, naturwissenschaftlichen und anderen Aktivitäten konnten sie ihre bevorzugten angeben, um dann einen Tag abseits des herkömmlichen Schulalltags zu verbringen.
Während sich eine Gruppe von Interessierten unter der Leitung von Kunstlehrer Gerrit Pithan im Stadtmuseum dem Thema „Creative Writing und Graphic Novel widmete, machte sich eine Gruppe um Geographielehrer Michael Schäfer auf zur Umweltbeobachtungs- und Klimafolgenforschungsstation nach Linden. Gemeinsam mit Dr. Gerald Moser gingen sie hier der Frage nach, wie sich unser Klima verändert und welche Konsequenzen diese Veränderungen auf unseren Pflanzenanbau in der Landwirtschaft haben. Die 19 Schülerinnen und Schüler erfuhren unter anderem, dass auf dem Gelände der Station eines der weltweit am längsten laufenden Freiland-CO2-Anreicherungsexperimente zur Abschätzung der Auswirkungen der zu erwartenden steigenden CO2-Konzentrationen durchgeführt wird.
Ungewöhnlich mutete das Thema der Exkursion an, die Italienischlehrerin Rita Schneider-Cartocci anbot: Italien in Frankfurt hieß es für die Teilnehmenden. Die erhielten zunächst eine kompetente und kurzweilige Führung im Archäologischen Museum, wo sie viel über die antike römische Stadt Nida erfuhren, die um ca. 260 nach Christus in der Gemarkung des heutigen Stadtteils Heddernheim lag. Außerdem bot sich die Möglichkeit, die Sonderausstellung „Frankfurts römisches Erbe“ zu bestaunen. Mitmachaktivitäten, etwa das rekonstruieren einer antiken Vase aus gefundenen Scherben, lockerten den Besuch auf.
Nach dem Museum war die Gruppe auf der Suche nach italienischen Spuren im heutigen Frankfurt. Dazu zählten etwa die Liebesschlösser – ursprünglich eine Idee aus Rom – italienische Eiscafés, Pizzerien, Modegeschäfte, Schilder, Theateraufführungen, sowie typisch italienische Gemüse und Spezialitäten
in der Kleinmarkthalle Frankfurt. Außerdem ist die deutsche Finanzmetropole Partnerstadt der Bankenstadt Mailand und das Land Hessen europäische Partnerregion der Emilia Romagna. Passenderweise hatte auch der Namensgeber der Goetheschule und gebürtiger Frankfurter selbst eine Vorliebe für Italien und bereits in Frankfurt italienische Weltliteratur kennengelernt, bevor er zu seiner italienischen Reise aufbrach.
In die Welt der antiken Italiener, nämlich der römischen Kultur, reiste Geschichts- und Lateinlehrer Dr. Holger Sturm. In Trier erkundete er mit einer Gruppe aus Teilnehmenden der Goetheschule sowie Lateinschülerinnen und -schülern der JGS Ehringshausen die mächtige Porta Nigra, das imposante Areal der Kaiserthermen, das stimmungsvolle Amphitheater sowie die Thermen am Viehmarkt, die spannende Einblicke in den Alltag der Römer boten. Trotz bisweilen starken Regens und Gewitters war insbesondere die 75-minütige Veranstaltung „Mythos Gladiator“ ein unvergessliches Highlight, die durch praxisnahe Übungen gezeigt hat, wie komplex der Gladiatorenkampf der Antike wirklich war.
Der Projekttag der Einführungsphase ist fester Bestandteil des umfangreichen Programms, das die Goetheschule ihren Schülerinnen und Schülern bietet und wird voraussichtlich auch im nächsten Jahr wieder stattfinden.




