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Schüleräußerungen zum Fach:

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Je mehr wir über die Erde und das Leben auf ihr erfahren, umso bewusster wird uns, dass wir unsere Lebensgrundlage nicht zerstören dürfen. Einerseits sind wir abhängig von dem, was uns der Planet bietet, andererseits beeinflussen wir das Leben auf ihm durch unser Handeln. Diese Zusammenhänge zu erkennen und zu lernen sich so zu verhalten, dass Menschen auch in Zukunft noch auf unserer Erde leben können, ist ein wichtiges Anliegen des Erdkundeunterrichtes. Man bezeichnet dies auch als „Raumverhaltenskompetenz“ – ein wichtiger Bestandteil von Bildung.

Früher wurde Geographie (so die Bezeichnung für Erdkunde an Hochschulen und in der Wissenschaft) auch als die "Mutter aller Wissenschaften" bezeichnet. Laut dem berühmten Philosophen Immanuel Kant „gibt es nichts, was den geschulten Verstand mehr kultiviert und bildet, als Geographie.“

Immer deutlicher wird, dass die Lösung drängender Menschheitsprobleme, wie Klimawandel, Ressourcenknappheit, Armut & Hunger, fehlender Zugang zu sauberem Trinkwasser, Bevölkerungswachstum und Migration in einer globalisierten und komplexen Welt interdisziplinäre ("fächerübergreifende") Ansätze erfordert.

Diese Herangehensweise ist grundlegend für die Geographie und das Schulfach Erdkunde! Naturwissenschaftliche und gesellschaftswissenschaftliche Sichtweisen miteinander verbinden, um den komplexen Zusammenhängen in einer globalisierten Welt gerecht werden, ist Anspruch des Faches!

Die damit einhergehenden Sichtweisen und erforderlichen Kompetenzen sind in der Wissenschaft und auf dem Arbeitsmarkt zunehmend gefragt.

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Dennoch ist Erdkunde kein Pflichtfach und wird in der Mittelstufe auch nicht durchgängig unterrichtet. Dass Erdkunde als Wahlfach an der Goetheschule einen so hohen Stellenwert hat, spricht für sich.

Regelmäßig können zahlreiche Erdkundekurse in der Einführungsphase angeboten werden und bringen alle Interessierten ungeachtet Ihres Vorwissens auf einen Kenntnis- und Leistungsstand. Dies scheint gut zu gelingen, denn in der Qualifikationsphase können in der Regel sogar zwei Leistungskurse gebildet werden und auch als Abiturprüfungsfach ist Erdkunde überaus beliebt.

Allgemein zeichnet sich das Schulfach durch seine spannenden lebensnahen Inhalte, den großen Aktualitätsbezug und seine Methodenvielfalt aus. Hinzu kommt, dass Schülerinnen und Schüler, die sich für den Fortbestand unseres Planeten und ihre Mitmenschen interessieren zu einer angenehmen Kursatmosphäre beitragen. Das nette, kompetente und engagierte Fachkollegium freut sich, auch Dich von der Bedeutung und den Perspektiven des Schulfaches Erdkunde zu überzeugen!

Zu den Inhalten der einzelnen Kurshalbjahren:

(nähere Erläuterungen, siehe weiter unten):

Einführungsphase: E 1/E 2 Mensch-Umwelt-System Erde

  1. Tourismus in Mitteleuropa - Chancen und Gefährdungen
  1. Mensch-Umwelt-Beziehungen in den Tropen
  1. Der Monsun - Segen oder Fluch?
  1. Das Klima und seine Entwicklung
  1. Erdbeben, Vulkanismus, Tsunami - Leben in Risikogebieten?
  1. Globale Probleme und der Syndromansatz

(verbindliche Themenfelder: 1, 2, 4 und 5)

  

Qualifikationsphase:

Q 1 Wirtschaft und Entwicklung

  1. Globale Disparitäten
  1. Globale wirtschaftliche Integration - Möglichkeit der Entwicklung?
  1. Landwirtschaft in den Industrieländern - Möglichkeiten nachhaltiger Bewirtschaftung
  1. Altindustrialisierte Gebiete und Wachstumsregionen
  1. Globaler Wettbewerb um Arbeitsplätze und seine Folgen

(verbindliche Themenfelder: 1 und 2; ein weiteres wird durch Erlass festgelegt)

 

Q 2 Siedlungsentwicklung und Raumordnung

  1. Gentrifizierung - notwendige Folge der Stadtentwicklung?
  1. Regionale Disparitäten in Europa - Was kann Raumordnung leisten?

 

  1. Ländlicher Raum - ein Raum ohne Perspektive?
  1. Wachsen oder schrumpfen - was beeinflusst die Entwicklung von Städten?
  1. Städte "außer Rand und Band" - Möglichkeiten der Steuerung

(verbindliche Themenfelder: 1 und 2; ein weiteres wird durch Erlass festgelegt)

 

Q 3 Nachhaltige Nutzung von Rohstoffen  

  1. Perspektiven für nachhaltige Erschließung und Abbau 
  1. Knappe Rohstoffe
  1. Rohstoffe - notwendige Voraussetzung für Entwicklung?
  1. Zukunftsfähige Energieversorgung
  1. Wasser - eine gefährdete Ressource?

(verbindliche Themenfelder: 1 und 2; ein weiteres wird durch Erlass festgelegt)

 

Q 4 Herausforderungen der Zukunft

  1. Migrationen und ihre Folgen
  1. Weltbevölkerung - Wachstum ohne Grenzen?
  1. Boden - eine unterschätzte Ressource?
  1. Zukunft der Weltmeere
  1. Stadtökologie

(verbindlich: zwei Themenfelder, durch die Lehrkraft festgelegt)

 

Erläuterungen zu den verbindlichen Kursinhalten der Einführungsphase:

E 1/E 2 Mensch-Umwelt-System Erde

  1. Tourismus in Mitteleuropa - Chancen und Gefährdungen

    Tourismus ist inzwischen ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Welche Auswirkungen Tourismus auf Menschen und Umwelt hat, welche wirtschaftlichen Chancen oder auch Probleme mit der touristischen Nutzung einhergehen können, untersuchen wir an konkreten Raumbeispielen aus Mitteleuropa (z.B. Alpentourismus).
    Dabei erfahren wir, wie unterschiedlich die vielfältigen Auswirkungen in Abhängigkeit von der praktizierten Tourismusform sind und können dies in unsere eigenen Urlaubsplanungen einfließen lassen.
  1. Mensch-Umwelt-Beziehungen in den Tropen

    ek6Die Tropen sind ein einzigartiger und faszinierender Lebensraum. Wir werden die Besonderheiten der tropischen Regenwaldzone kennenlernen und begreifen, warum der Schutz dieser Wälder für uns alle überlebenswichtig ist. Mit Hilfe anschaulicher Beispiele (z.B. Palmölproduktion) zeigen wir Zusammenhänge zwischen unserem Konsumverhalten und der Zerstörung der Regenwälder auf sowie was man dagegen tun kann.
    Auch die wechselfeuchten Gebiete sind Teil der Tropen. Ein Teil davon ist die Sahelzone, deren Bewohner immer wieder von Dürreereignissen und Hungerkatastrophen betroffen sind. Den komplexen Ursachen hierfür gehen wir auf den Grund und werden auch hier erkennen, dass unsere Lebensweise eine Rolle spielt und wir von den Auswirkungen ebenso betroffen sind (Bsp. Zuwanderung).






  1. Das Klima und seine Entwicklung

    ek7Tagtäglich werden wir mit Meldungen zum Klimawandel konfrontiert und spüren die ersten Auswirkungen der Klimaerwärmung am eigenen Leib. Viele Schülerinnen und Schüler verleihen Ihrer Besorgnis Gehör ("fridays for future"). Das komplexe Klimasystem zu verstehen ist Grundvoraussetzung um fundiert an der Diskussion zum Thema "Klimawandel" teilnehmen und sich mit den Folgen, der Verantwortung und erforderlichen Gegenmaßnahmen auseinandersetzen zu können.








  1. Erdbeben, Vulkanismus, Tsunami - Leben in Risikogebieten?

    ek8Unsere Erde lebt und bebt! Die damit verbundenen Naturereignisse faszinieren und bedrohen uns. Wann aber wird ein solches Ereignis zur Katastrophe und warum leben so viele Menschen in Risikogebieten?
    Am Beispiel konkreter, zumeist aktueller Ereignisse gehen wir dieser Frage nach und setzen uns mit neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen zu den Ursachen dieser Naturereignisse auseinander.








Erläuterungen zu den verbindlichen Kursinhalten der Qualifikationsphase (Stand Abiturerlass 2020):

Q 1 Wirtschaft und Entwicklung

  1. Globale Disparitäten

    ek9Gemeinsam leben inzwischen mehr als 7,5 Milliarden Menschen auf unserer Erde, jeder 10. davon musste laut Weltbank-Statistik 2018 mit weniger als 1,90 USD (entspricht ungefähr 1,60 €) pro Tag auskommen, über 800 Mio. Menschen hungern. Dies trotz aller Fortschritte in der Armutsbekämpfung. Aber warum ist das so? Wie unterscheiden sich Länder und Regionen hinsichtlich ihres Entwicklungsstandes und der Lebensverhältnisse, was sind die Gründe hierfür? Wir gehen dem auf den Grund und werden dabei auch erfahren, welche Verantwortung wir hierfür tragen.





  1. Globale wirtschaftliche Integration - Möglichkeit der Entwicklung?

    ek91Die Globalisierung führte in den vergangenen Jahrzehnten zu steigendem Wohlstand, von dem aber nicht alle gleichermaßen profitierten. Kann man Entwicklungsdefizite abbauen indem "ärmere" Staaten stärker in den internationalen Handel einbezogen werden? Welche Ansätze gibt es und sind sie auch erfolgversprechend?



  1. Globaler Wettbewerb um Arbeitsplätze und seine Folgen

    Grenzüberschreitender globaler Handel führt dazu, dass unser Warenangebot schier unerschöpflich und häufig preiswert ist. Dies liegt unter anderem daran, dass die Waren in sogenannten "Niedriglohnländern" hergestellt werden. Gerne verschließen wir die Augen davor, dass beispielsweise unsere unvorstellbar günstige Kleidung dabei häufig unter unwürdigen Arbeitsbedingungen produziert wird. Der globale Handel bietet aber auch Chancen und kann unter bestimmten Voraussetzungen zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen.









 

Q 2 Siedlungsentwicklung und Raumordnung

  1. Gentrifizierung - notwendige Folge der Stadtentwicklung

    ek92Was tun gegen Wohnraummangel in Städten, explodierende Miet- und Immobilienpreise? Ein derzeit viel diskutiertes, brisantes Thema! Sind Mietpreisbremse oder gar Enteignungen probate Mittel den negativen gesellschaftlichen und sozialen Entwicklungen entgegenzuwirken? "Wem gehört eigentlich die Stadt“ und wie entstehen und entwickeln sich Städte? Vor welchen Herausforderungen steht die Stadtentwicklung angesichts Klimawandel, neuer Mobilität und Digitalisierung bei uns in Deutschland aber auch weltweit? Spannende Fragen zu einem brandaktuellen Thema, dass uns alle betrifft!



  1. Regionale Disparitäten in Europa - Was kann Raumordnung leisten?

    Gleichwertige Lebensbedingungen überall? Unterscheidet sich das Angebot in Wetzlar nicht deutlich von dem in Oberwetz?! Städtischer und ländlicher Raum weisen deutliche Ausstattungsunterschiede auf, die bisweilen dazu führen, dass Menschen in die Stadtregionen ziehen und der ländliche Raum verkümmert. Diese räumlichen Disparitäten, die nicht nur in Deutschland zu beobachten sind, sondern beispielsweise auch in vielen europäischen Staaten, haben massive gesellschaftliche Auswirkungen, die sich auch in politischen Entscheidungsprozessen widerspiegeln. Wie aber kann man den Raum gestalten? Gibt es Ordnungsprinzipien und Konzepte unerwünschten Entwicklungen vorzubeugen bzw. zu entgegnen?





  1. Städte "außer Rand und Band" - Möglichkeiten der Steuerung

    ek93Wellblechhüttensiedlungen ohne Kanalisation breiten sich wie Krebsgeschwüre an den Stadträndern vieler Städte Afrikas, Asiens und Mittel- und Südamerikas aus. Aus dem verarmten ländlichen Raum zieht es die Menschen auf der Suche nach Perspektive in die Städte. Welche Folgen hat das und wie kann man diesem Zustrom trotz unzureichender Mittel gerecht werden? 

 






 

Q 3 Nachhaltige Nutzung von Rohstoffen

 

  1. Perspektiven für nachhaltige Erschließung und Abbau

    ek94Eisenerzabbau in der Grube Fortuna, Stilllegung des Steinkohlebergbaus im Ruhrgebiet, Braunkohletagebau vor dem Aus ... . Bodenschätze, die in dem rohstoffarmen Deutschland von Bedeutung waren oder (noch) sind. Die Gewinnung von Rohstoffen verändert Landschaften und hat Auswirkungen auf die Bevölkerung. Für die industrielle Produktion und immer mehr auch im Digitalisierungsprozess sind sie von elementarer Bedeutung. Kobalt, häufig durch Kinderarbeit im Ost-Kongo gefördert, steckt in unseren Smartphones. Auf die begrenzten Lithiumbestände, die u.a. für die Elektromobilität von großer Bedeutung sind, ist ein weltweiter Run entbrannt. Braunkohle, als einzig verbliebener konkurrenzfähiger Bodenschatz Deutschlands, ist in seiner Verstromung so klimaschädlich, dass ein Ende des Abbaus absehbar ist. Diese tageaktuellen Themen spielen eine Rolle, wenn wir uns mit Bedeutung, Auswirkungen und nachhaltigen Perspektiven der Rohstoffgewinnung beschäftigen.








  1. Knappe Rohstoffe

    Rohstoffe sind nicht unbegrenzt verfügbar. Das Erdölzeitalter neigt sich dem Ende entgegen, andere Rohstoffe gewinnen im Zuge technologischer Veränderungen an Bedeutung und sind, wie der Name "seltene Erden" ausdrückt, knapp. Dies birgt Konfliktpotential in sich und verlangt nach durchdachten Lösungen bezüglich des Zugangs und der Verteilung von Rohstoffen sowie Alternativen.

  1. Rohstoffe - notwendige Voraussetzung für Entwicklung?

    Viele der sogenannten "Entwicklungsländer" verfügen über reichhaltige Rohstoffvorkommen. Dass dies keine Garantie für wirtschaftlichen Fortschritt und bessere Lebensbedingungen ist, zeigen zahlreiche Fallbeispiele. Gleichwohl bieten diese Vorkommen unter bestimmten Voraussetzungen Entwicklungsperspektiven, die wir unter Einbeziehung konkreter Raumbeispiele analysieren werden.

  

Q 4 Herausforderungen der Zukunft

  1. Migrationen und ihre Folgen

    ek95Kein Thema hat unsere Gesellschaft in den vergangenen Jahren mehr bewegt und verändert als die Zuwanderung. Migration ("Wanderung") ist dabei kein neues Phänomen, sondern gab es schon immer. Die räumlichen "hotspots" ändern sich allerdings. Gründe, warum Menschen ihre Heimat verlassen sind dabei vielfältig und auch von naturräumlichen Faktoren abhängig. Bei der Auseinandersetzung mit diesem Themenfeld werden wir die Entwicklung, das Ausmaß, die Ursachen und Folgen von Migration vielschichtige ergründen und Wechselwirkungen mit zuvor behandelten Themen erkennen.








  1. Weltbevölkerung - Wachstum ohne Grenzen?

    Die Weltbevölkerungsuhr (https://www.dsw.org/weltbevoelkerung/) führt uns das massive Bevölkerungswachstum vor Augen. Derzeit rund 7,5 Mrd. Menschen leben auf unserem Planeten, in 20 Jahren werden es bereits über 9 Mrd. sein. Erträgt die Erde so viele Menschen oder ist ihr Tragfähigkeitspotential bereits überschritten? Dabei verändert sich die Bevölkerungszahl regional sehr unterschiedlich. Während in den wohlhabenden Staaten wie Deutschland von einem massiven Bevölkerungsschwund ausgegangen wird, werden insbesondere afrikanische Staaten einen enormen Bevölkerungszuwachs erfahren, der sie vor große Herausforderungen stellen wird.

 

  1. Boden - eine unterschätzte Ressource?

    Wir stehen und bauen Straßen und Häuser auf ihm, wir entnehmen ihm Rohstoffe, wir bauen auf ihm an und ernähren uns dadurch, wir schädigen und vernichten ihn: Boden, eine lebenswichtige und spannende Ressource, die es verdient näher entdeckt und geschützt zu werden. Wir gehen der Sache "auf den Grund"!
  1. Zukunft der Weltmeere

    ek96Wer kennt sie nicht die Bilder: Durch Verzehr von Plastik qualvoll verendende Meeressäuger, vermüllte Küstenabschnitte und Plastikmüllstrudel. Die zunehmende Vermüllung der Ozeane ist als Problem erkannt und beschäftigt uns. Die Weltmeere als schützenwerter Lebensraum lassen sich vielfältig ergründen. Sie haben Bedeutung als Nahrungsquelle für Mensch und Tier, als Rohstoffreservoir, Transportweg, für den Klimaschutz und weit mehr ...










  1. Stadtökologie

    Annähernd 8 von 10 Deutschen leben in einer Stadt, Tendenz steigend. Stadtplanung und -entwicklung muss sich angesichts Bevölkerungszuwachses, Ressourcenknappheit und Klimawandel dabei zunehmend ökologische Herausforderungen stellen. Dies beinhaltet unter anderem Aspekte wie ökologischen Umbau in Städten, durch mehr Energieeffizienz und naturnahe, lebenswerte innerstädtische Räume.

(verbindlich: zwei Themenfelder, durch die Lehrkraft festgelegt)

 

Fachmethodischer und fächerübergreifender Kompetenzerwerb:

Das Fach Erdkunde zeichnet sich neben den oben angeführten interessanten und lebensnahen Inhalten (s.u.) auch durch seine vielfältigen Fachmethoden und fächerübergreifenden Kompetenzerwerb aus. Der Umgang mit Atlas und Karten, sowohl "gedruckt", als auch digital, gehört zum wichtigen "Handwerkszeug" des Faches, wird grundlegend erlernt und vielfältig angewandt. Dazu gehört selbstverständlich auch der Umgang mit Sachtexten, Grafiken, Tabellen und Statistiken, die wir analysieren lernen um Räume erschließen und bewerten zu können.

Einen großen Stellenwert (vor allem im Leistungskurs) nimmt das Erlernen selbstständigen Arbeitens ein. Dies versetzt in die Lage eigenständig fundierte Raumanalysen, wie sie auch in der Zentralabiturprüfung erwartet werden, vorzunehmen. Bereits in der Q 3 werden diese Fähigkeiten bei der Erarbeitung einer umfangreichen Präsentation gefordert sein. Hierdurch wird eine Klausurleistung ersetzt. Dabei haben die Erfahrungen gezeigt, dass diese zwar arbeitsreiche, aber sehr lehrreiche Präsentationsphase zu herausragenden Ergebnissen führt und sehr gut auf universitäre Anforderungen vorbereitet. So erhalten Schülerinnen und Schüler der Erdkunde-Leistungskurse an den Universitäten für Ihre überdurchschnittlichen Präsentationsleistungen regelmäßig hervorragende Rückmeldungen.

Sofern es die schulischen Rahmenbedingungen erlauben zieht es uns im Erdkundeunterricht gerne nach "draußen". "Realbegegnung" heißt das Zauberwort und tatsächlich kann man viele Lerninhalte vor Ort beispielhaft und einprägsamer erschließen. Sei es durch einen Unterrichtsgang in die Stadt, um Stadtentwicklungsprozesse greifbar zu verdeutlichen oder ein Besuch des Bodenlehrpfades in der Nähe der Schule. Exkursionen, z.B. nach Frankfurt gehören ebenso dazu, wie auch der Kontakt zu Expertinnen und Experten aus verschiedenen erdkundlichen Themenfeldern.

Durch Kartierungen, Befragungen und Erhebungen werden wichtige handlungsorientierte Kompetenzen aufgebaut.

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In Planspielen (vgl. hierzu Artikel zum Stadtplanungsworkshop "UrbanPlan": https://www.goetheschule-wetzlar.de/schwerpunkte/kultur-und-gesellschaft/aktuelles-2/1609-goetheschueler-ueberzeugen-mit-konzept-zur-nachhaltigen-stadtentwicklung) findet das erworbene Fachwissen Anwendung, bzw. wird vertieft.

Da die angeführten Kompetenzen auch fächerübergreifend von Bedeutung sind werden die Schülerinnen und Schüler sehr gut auf die Anforderungen von Hochschule und Arbeitswelt vorbereitet.

Erdkunde - Notengebung:

Die Fachnote setzt sich aus der mündlichen Beteiligung (60 % Gewichtung) und einer (E-Phase), bzw. zwei Klausuren (40% Gewichtung) zusammen. In den Leistungskursen der Q 3 wird in der Regel eine Klausur durch eine Präsentationsleistung ersetzt, die verbleibende Klausur wird zur Vorbereitung auf das Zentralabitur vierstündig geschrieben. Im Abiturhalbjahr (Q 4) ist eine schriftliche Prüfungsleistung (Gewichtung 30%) zu erbringen.

Erdkunde im Abitur:

Erdkunde ist ein beliebtes Prüfungsfach. Im Leistungsfach ist eine schriftliche Abiturprüfung abzulegen. Im Grundkurs (sofern durchgängig und bereits in der E-Phase belegt), besteht die Möglichkeit sich schriftlich oder und mündlich prüfen zu lassen oder eine Präsentationsprüfung abzulegen. Ebenso ist das Anfertigen einer besonderen Lernleistung möglich.

In den Grund- und Leistungskursen sind die Kursthemen (s.o.) identisch. Aufgrund des höhere Stundenumfangs (5 gegenüber 3 Wochenstunden) bietet der Leistungskurs die Möglichkeit einer differenzierteren Auseinandersetzung mit den Unterrichtsinhalten. Hier kann auch verstärkt auf selbstständiges Lernen und die Auseinandersetzung mit vielfältigen Raumbeispielen Wert gelegt werden. Das Anspruchsniveau ist dadurch zwar höher, von allen Interessierten, die den Anforderungen des Faches in der Einführungsphase gerecht wurden, aber problemlos zu meistern.

 

Die Erdkunde-Fachschaft:

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Von links nach rechts: Dennis Rauscher, Phillip Wagner, Michael Schäfer, Thomas Schiller, Markus Stumpp, Simone Heipel