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Zum ersten Mal hat die Wetzlarer Goetheschule jetzt den „Duke of Edinburgh Award“ an Schülerinnen und Schüler des Wetzlarer Oberstufengymnasiums verliehen. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde an Wetzlars Oberstufengymnasium erhielten die 16 Absolventinnen und Absolventen am 04. Juli 2025 ihre Urkunden. |
Der „Duke-Award“ wurde im Jahr 1956 in Großbritannien durch Prinz Philipp – den Duke of Edinburgh – ins Leben gerufen. Er soll Jugendliche und junge Erwachsene bei der eigenverantwortlichen und selbstgesteuerten Persönlichkeitsentwicklung unterstützen. Damit ergänzt die Auszeichnung das im Leitbild der Goetheschule formulierte Ziel, laut dem die Schülerinnen und Schüler „bei ihrer Entwicklung zu verantwortungsbewussten und selbstständigen Persönlichkeiten unterstützt“ werden sollen.
Beim Duke-Award setzen die Teilnehmenden sich Ziele in den Bereichen Fitness, Talent und Engagement, die sie je nach Stufe des Awards in einer Zeitspanne von 6 bis 12 Monaten erfüllen müssen. Die Goetheschülerinnen und -schüler arbeiteten etwa an ihrer körperlichen Ausdauer, begannen mit dem Erlernen einer neue Fremdsprache oder starteten ein wissenschaftliches Projekt. Im Bereich Engagement trainierten sie den Nachwuchs in ihrem Sportverein, leiteten eine Pfadfinder-Jugendgruppe oder halfen in der Mediothek der Goetheschule aus – das alles über einen Zeitraum von drei bis sechs Monaten.
Außerdem gehören zum Programm des Duke-Awards gemeinsame Wander-Exkursionen, bei denen die Teilnehmenden ohne Handy auskommen und sich anhand von Karten orientieren müssen. Die Übernachtung während der mehrtägigen Exkursionen findet in selbst mitgebrachten Zelten statt.
Von ihren Erfahrungen als Teilnehmer berichteten stellvertretend die Schüler Tahir Ahmad und Ole Ditschler. So berichtete Tahir Ahmad, dass es durchaus anstrengend sein kann 18 Kilometer zu wandern, oder von den Herausforderungen, sich ohne Handy und KI zu orientieren. Als besonders positiv erwähnte er, wie sich die Teilnehmenden stets gegenseitig motiviert und das Durchhalten so leichter gemacht hätten.
Ole Ditschler sagte, dass der Duke-Award junge Menschen befähige an gesellschaftlichen Prozessen teilzunehmen und etwas bewegen zu können. Die Erfahrung Verantwortung zu übernehmen, im Team zu arbeiten und dabei Werkzeuge zur Konfliktlösung zu entwickeln seien Fähigkeiten, die es auch im echten Leben brauche.
Zur Verleihung des Duke-Awards waren auch Wetzlars Bürgermeister Dr. Andreas Viertelhausen sowie Christian Schreier von StudiumPlus an die Goetheschule gekommen. Viertelhausen lobte den Willen der Teilnehmenden, persönliche Herausforderungen zu suchen und zu meistern sowie deren Ehrgeiz und Durchhaltevermögen. Er ermutigte sie, sich dieses Engagement auch nach der Schulzeit beizubehalten. „Wir brauchen in unserer Gesellschaft Menschen, die gemeinsam Projekte angehen und Durchhaltevermögen haben“, so Viertelhausen. Auch Schreier bestärkte die Goetheschülerinnen und -schüler den begonnen Weg weiterzugehen. Die Herausforderungen des Duke-Awards schulten insbesondere auch die persönliche Veränderungskompetenz, sagte Schreier. Diese sei eine wichtige Fähigkeit in der modernen Gesellschaft.
Die Urkunden erhielten die Teilnehmenden dann aus den Händen von Schulleiterin Annette Kerkemeyer sowie Stefan Lesser, dem Duke-Award-Koordinator der Goetheschule. Beide sagten, sie seien stolz auf die Absolventinnen und Absolventen, dankten aber auch den unterstützenden Lehrkräften, die etwa als „Team-Leader“ die Exkursionen begleitet hatten. Lesser überraschte die Anwesenden zudem mit einer eingespielten Grußbotschaft des Motivationscoaches Joachim Franz, den er als zukünftigen Kooperationspartner des Duke-Awards an der Goetheschule gewinnen konnte.