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Lea-Marie Kuhne erhält spannende Einblicke in die Welt der Hochleistungsmaterialien Wie machen wir Hochleistungsmagnete für Windräder und E‑Autos nachhaltig? Wie kann man Speicher energieeffizienter machen – und was hat das Ganze mit Schmetterlingen und Libellen zu tun? Solchen Fragen sind jetzt 16 ausgewählte Schülerinnen und Schüler aus ganz Hessen nachgegangen. Eine von ihnen war Lea-Marie Kuhn von der Goetheschule Wetzlar. |
Anlass war das 40. Erfinderlabor des Zentrums für Chemie (ZFC), das erneut an der TU Darmstadt stattfand. Aus über 100 naturwissenschaftlich interessierten Bewerberinnen und Bewerbern von 74 hessischen Schulen wurden in einem anspruchsvollen Verfahren letztlich die 16 Teilnehmenden ausgewählt. Im Rahmen des einwöchigen Erfinderlabors konnten sie nicht nur ihrer Begeisterung für die Naturwissenschaften nachgehen, sondern auch echte Forschungsluft schnuppern.
Und auch Zusammenarbeit und Teamgeist waren Teil der Erfahrung beim Erfinderlabor: In kleinen Gruppen arbeiteten die jungen Talente eine Woche lang experimentell und eigenständig an hochaktuellen Themen, denen man sonst in der Regel erst im Studium begegnet.
In diesem Jahr drehte sich alles um sogenannte Hochleistungsmaterialien. Dabei handelt es sich um Schlüsseltechnologien, die festlegen, wie effizient Energie erzeugt und gespeichert wird, wie langlebig technische Bauteile sind und wie nachhaltig moderne Anwendungen funktionieren. Fortschritte in diesem Bereich entscheiden darüber, wie zukunftsfähig Technologien in Industrie, Mobilität und Energiewirtschaft sind. Insbesondere für eine klimaneutrale Zukunft sind Hochleistungsmaterialien von herausragender Bedeutung.
Lea-Marie Kuhn und ihr Team befassten sich mit dem Hochleistungsmaterial Graphen, das vor allem in der Elektronik hohes Anwendungspotenzial hat. Die Gruppe erforschte unter anderem Alterungseffekte der Graphenoberfläche und mögliche Reinigungsmethoden. Die Goetheschülerin sagte, sie habe dabei spannende Einblicke in die Materialwissenschaft erhalten, insbesondere sei sie von den vielseitigen Mikroskopiemethoden überrascht gewesen. Auch über die Zusammenarbeit mit ihren Teammitgliedern äußerte sie sich positiv. „Die Forschung mit anderen jungen, interessierten Menschen macht besonders Spaß, weil das Zusammentragen einzelner Gedanken, die im Team geordnet werden, zu echter Innovation führt“, lautete ihr Fazit.
Die Ergebnisse ihrer einwöchigen Forschung präsentierten die Teams bei der Abschlussveranstaltung im Atrium der Firma Merck vor 100 Gästen aus Schule, Wirtschaft und Wissenschaft. Diese zeigten sich sehr beeindruckt von den Ergebnissen und den Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler komplexe wissenschaftliche Themen verständlich darzustellen.
Zum Programm des einwöchigen Aufenthalts gehörte auch eine Führung am Standtort des Chemie- und Pharmaunternehmens Merck. Sie sei sehr beeindruckt von dem Gelände und den diversen Produkten gewesen, erzählte Lea-Marie Kuhn. Auch hätten die Teilnehmenden viel über die unmittelbare Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft erfahren. Die Erfahrungen während des Erfinderlabors hätten sie sehr inspiriert und motiviert, sich auch in Zukunft in der Wissenschaft zu betätigen.


