Im Oktober 2024 verstarb Dieter Grebe. Neben seiner langjährigen Tätigkeit als Schulleiter an der Goetheschule Wetzlar sowie an der Schwingbachschule in Rechtenbach war Grebe auch Vorsitzender der Wetzlarer Musikschule, als Musiker galt seine Leidenschaft dem Cello. Aus diesem Grund wurde im Rahmen von Grebes Beerdigung zu Spenden an die Musikschule aufgerufen, um die eingegangenen Gelder für zwei einjährige Cello-Stipendien zu nutzen.

Eigentlich sollte eines der Stipendien an der Rechtenbacher Schwingbachschule, das andere an der Goetheschule ausgeschrieben werden. Da sich in Rechtenbach aber keine Bewerber fanden, gingen beide Stipendien an die Goetheschule. Hier hatten sich mit Nilofar Tajik, Gülsen Sari und Finja Heinert  sogar gleich drei interessierte Schülerinnen um die Stipendien beworben. Und statt einer der drei abzusagen, sprang kurzerhand der Rotary Club Wetzlar ein und finanzierte ein zusätzliches Jahr Unterricht. Während Gülsen Sari bereits zuvor Cello-Unterricht erhielt, begannen Nilofar Tajik und Finja Heinert neu mit dem Instrument.

Nun läuft der erste Durchgang des Stipendiums aus und die drei Goetheschülerinnen äußern sich durchweg positiv über ihre Erfahrungen nach einem Jahr Musikunterricht.

Das Cello und die Musik hätten sie in den letzten Monaten stetig begleitet und einen tollen Ausgleich zum Schulalltag geboten, sagte etwa Finja Heinert und bedankte sich für die „großartige Möglichkeit“, die das Stipendium ihr bot.  

Nilofar Tajik erzählt von ihren Erfahrungen als „absolute Anfängerin“: Der Unterricht hat mir sehr gut gefallen, besonders weil mein Lehrer stets freundlich, geduldig und verständnisvoll war und mich für mein schnelles Lernen lobte.“ Zwar habe sie noch mit Problemen wie Fingerkrämpfen zu kämpfen, Der Klang des Cellos begeistere sie jedoch sehr und das Spielen mache ihr große Freude, so dass sie auch nach Ablauf des Stipendiums den Unterricht fortsetzen wolle.

Begeistert äußerte sich ebenfalls Gülsen Sari. Das Cello, das sie seit fünf Jahren spiele, sei ihr absolutes Trauminstrument. „Das Cellostipendium hat mir geholfen, meinen Traum vom Cellospielen weiterzuverfolgen. Es hat mir neue Motivation gegeben und mir das Gefühl vermittelt, auf meinem musikalischen Weg unterstützt und nicht allein gelassen zu werden“, sagte sie und ergänzte, dass sie auf jeden Fall weiterspielen wolle.

Voraussichtlich wird die Goetheschule zumindest noch ein weiteres Mal ein Cello-Stipendium vergeben. Dieses soll aus Spenden finanziert werden, die im Rahmen von Dieter Grebes Beerdigung beim Förderverein der Goetheschule eingegangen sind. Der Vorstand des Fördervereins hält die Verwendung für ein Cello-Stipendium im Gedenken an Dieter Grebe für sehr passend, wann genau das Stipendium vergeben werden kann muss jedoch noch mit der Musikschule abgesprochen werden.

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